In einem von der Stadt Köln ausgeschriebenen Werkstattverfahren wurden Ideen zur städtischen Nachverdichtung und zu neuen Wohnkonzepten gesucht. Für unser Projekt im lebendigen Stadtteil Köln-Sülz setzen wir auf vier grundlegende Themenfelder der innerstädtischen Nachverdichtung:

Adäquate Verdichtung. Sanfte Erhöhung um ein Vollgeschoss und Verdichtung im Innern des Blockrandes. Anstelle einer GFZ und Attikaregelung wird eine dreidimensionale Mantellinie definiert, welche das maximale Gebäudevolumen bestimmt.

Belebung des Stadtraums. Für das übergeordnete Zusammenspiel der Blockrandes und der gemeinsamen Maßstäblichkeit ist im Ausdruck auf eine dreiteilige Gebäudestruktur zu achten. Rhythmisierung der Straßenfluchten durch differenziertes Öffnungsverhalten, Materialisierung oder Farbgebung nach dem Prinzip: same same but different. Die Zuweisung der öffentlichen Nutzungen an der Kreuzung und im Werkhof ist für den Charakter der städtebaulichen Orte massgebend und deshalb verbindlich.

Aktivierung der Hofräume. Belebung der Innenhöfe durch differenzierte Außenräume wie Familiengarten und Werkhof. Nutzer- und standortgerechte Aneignung durch Selbstorganisation und Partizipation für hohe Bewohneridentifikation, langfristige Wohnverhältnisse, geringe Fluktuation, solide nachbarschaftliche Integration. Identifizierbare Adressen der Hinterhäuser und Gewerbeflächen durch markante Hofeinfahrten.

Bedarfsorientierte Themenhäuser. Schaffung neuartiger, innovativer und bedarfsorientierter, nicht nur standardisierter Wohnmodelle, als zeitgemäße Antwort auf gesellschaftliche Entwicklungen (Familienwohnen, Seniorenwohnen, Clusterwohnen, vermietbare Zusatzzimmer, Stöckli); Integration und Inklusion von Bedarfsgruppen wie Alleinerziehenden, Senioren, usw.