• © Jonas Bloch

  • © Jonas Bloch

  • © Jonas Bloch

In Analogie einer überdachten Ausgrabungsstätte präsentiert sich der Ausstellungspavillon auf dem neu gestalteten Hopfenmarkt. Er überspannt den „Einschnitt“ in die Unterwelt, wo die Grundmauern Hamburgs erster Siedlung freigelegt werden und künftig zu besichtigen sind. Seine Ausrichtung orientiert sich am Verlauf der unterirdischen Wallanlage und weicht damit den „oberirdischen“ Richtungen des Hopfenmarktes und der Kirchenruine mit einem leichten Dreh aus. Gleichzeitig stellt der Pavillon eine Reminiszenz an die Markthallen des Hopfenmarktes dar, die lange Zeit an diesem Ort standen. Das minimalistische Raumprogramm aus Eingangsbereich mit Kasse und kleiner Cafébar sowie den zugehörigen Nebennutzungen ist in einer Halle aus Licht untergebracht, die in den Abendstunden wie eine Laterne diesen besonderen Ort erleuchtet. Zwei spiegelsymetrisch angeordnete Treppen führen den Besucher hinunter in die Ausstellung und geleitet ihn am Ende des Rundgangs wieder hinauf ins Foyer und zur neu gestalteten Parkanlage. Eine Pavillonarchitektur in Holzbauweise: eine typische Konstruktionsmethode temporärer Bauten, Holz ein traditioneller und archaischer Baustoff. Der Neubau spielt mit dem Faktor Zeit, möchte auf die Flüchtigkeit der Geschichte, auf die Überlagerung verschiedener historischer Schichten an diesem Ort verweisen und erlangt dadurch seine ganz eigene Identität als Pendant zur steinernen Ruine der Nikolaikirche.